Ausbildung

Die zweijährige Ausbildung im Berufsfeld Industrieelektriker für Betriebstechnik findet im Rahmen der dualen Ausbildung statt, d.h. die Ausbildung erfolgt an zwei Lernorten, dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule.

Arbeitsstätten und Tätigkeitsbereiche

  • Montagetätigkeiten
  • Installationsarbeiten
  • Wartungsarbeiten
  • Durchführung von Sicherheitsprüfungen
     

Berufsinformation

Umfassende aktuelle Informationen rund um den Beruf Industrieelektriker für Betriebstechnik finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.
 

Anforderungen an die Auszubildenden

  • Einstellen auf ständigen Wandel und technischen Fortschritt
  • hohe Verantwortung (z.B. bei Durchführung von Sicherheitsprüfungen)
  • eigenverantwortliches Arbeiten

    Kernkompetenzen

    im Hinblick auf die berufliche Handlungsfähigkeit:

    • Pflege und weiterer Ausbau der vorhandenen Kulturtechniken wie z.B. Schreiben, Lesen
    • selbständiger Wissenserwerb aus Fachunterlagen
    • Erwerb einer Fachsprache Deutsch
    • Zuverlässigkeit
    • Selbstregulation
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Beherrschen unterschiedlicher Kommunikationstechniken (zwischenmenschlich, nicht technisch)
    • Umgang mit unterschiedlichen Rollenstrukturen
    • Konflikt- und Kritikfähigkeit
    • Erwerb eines gesunden beruflichen wie auch persönlichen Selbstwertgefühls und einer realistischen Selbsteinschätzung
    • selbstständiges Denken und Arbeiten
    • Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung
       

    Räumliche/technische Ausstattung

    Bei der Vermittlung von praxisorientiertem Wissen können die Lehrkräfte auf folgende räumliche/technische Ausstattung zurückgreifen:

    • jedes Klassenzimmer verfügt über einen Laborraum inklusive PC-Ausstattung
    • im Labor: Messgeräte, industrienahe Hardware (SPS-Steuerungen, Brand- und Einbruchmeldeanlagen, KNX-/EIB-Systeme, Cyber-Physikalische-Systemen („CPS“) zur Vermittlung von Industrie 4.0 Inhalten)
    • Verwendung gängiger Software (Office365, LOGO!, EIB/KNX), Apps (dicct, leo.org, Auslegung von SAT-Anlagen, Lichtberechnung) und Simulationstools (FluidSim)

    Pläne im Schuljahr 2018/2019

    Blockunterricht. Entwurf! Änderungen vorbehalten!

    Blockplan für Elektrotechnik (Stand 13.03.18)

    Pläne im Schuljahr 2017/2018

    Blockunterricht. Entwurf! Änderungen vorbehalten!

    Blockplan für Elektrotechnik (Stand 02.08.2017)

    Fächerübergreifender Projektunterricht

    Die Inhalte der fachspezifischen Fächer sind so verzahnt, dass ein übergreifendes Denken und Handeln unabdingbar ist. Spezielle Module sind:

    • handlungsorientierten Unterricht
    • simulierte Kundengespräche
    • allgemeinbildende Fächer: Neuer Lehrplan Deutsch (Fachsprache)
    • Arbeit und Beruf im Sozialkunde-Unterricht
    • Internationalität der Arbeitswelt (Sozialkunde)
    • fachliches Englisch
    • Thematisieren von Technikfolgen und beruflicher Ethik (Religion)
    • Neben dem Einsatz von bewährtem Unterrichtsmaterial (Arbeitsblätter, Tabellen- und Fachkundebuch) kommt vermehrt die Recherchearbeit mit Hilfe des Internets zum Einsatz. Hier werden sowohl das Smartphone als auch PCs verwendet. Einige Aufgaben besitzen einen QR-Code zur Lernzielkontrolle.
    • Das selbstständige Arbeiten wird zudem durch den handlungsorientierten Unterricht erreicht. Frontalunterricht findet mit fortschreitender Ausbildung immer seltener statt und die Auszubildenden sind angehalten, eigenständig Lösungen und Problemlösungen zu entwickeln.
    • Die Teamfähigkeit wird durch Partner- und Gruppenarbeitsphasen gefördert.
    • Referate, Kurzvorträge sowie das Präsentieren der erarbeiteten Lösungen mit Hilfe von Dokumentenkameras begünstigt eine selbstbewusste Haltung gegenüber Mitschülern bzw. Kunden und Kollegen.
    • Die große Heterogenität innerhalb der Klassen fördert die Teamfähigkeit, indem leistungsstarke und leistungsschwächere Schüler zusammenarbeiten. Integration von Asylbewerber und Migranten sowie die Inklusion beeinträchtigter Mitschüler werden immer mehr zur Normalität.
       

    Unsere Partner im dualen System sind

    • Industrie- und Handelskammer (IHK)
    • Betriebe (Mittelständler und Großbetriebe)
    • Träger AbH (Arbeitsbegleitende Hilfen)

    Zusammenarbeit mit diesen Partnern

    • Die meisten Ausbilder sind persönlich aus der Zusammenarbeit im Prüfungsausschuss bekannt => kurze Wege bei Fragen und Problemen
    • unmittelbare und direkte Kommunikation (Telefon, E-Mail) wenn nötig
    • Ausbildersprechtage mit aktuellen Informationen zu Unterricht und Ausstattung
    • Hands-On-Workshops (Ausbilder probieren die Unterrichtsinhalte der BS I selbst aus)
       

    Zukunftsperspektiven

    Die Aufgaben des Industrieelektrikers für Betriebstechnik unterliegen einem Wandel und einer Erweiterung. Künftige steigende Erwartungen sind:

    • Installationsarbeiten inklusive Vernetzung der Systeme
    • Wartung/Instandhaltung/Service von Montage- und Produktionssystemen unter Nutzung modernster Diagnose-, Dokumentations- und Kommunikationssysteme (z.B. Datenbrillen zur 3D-Darstellung der Anlagen unter Einblendung der notwendigen Handlungs- und Maschineninformationen)

    An der Staatlichen Berufsschule I Kempten (Allgäu) bereiten wir die Auszubildenden des Bereichs Industrieelektriker für Betriebstechnik auf diese veränderten Ansprüche vor, etwa durch:

    • kontinuierliche Thematisierung der sich rasant ändernden Arbeits- und Berufswelt
    • Motivierung zur fachlichen Neugier und zur Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen
    • Sensibilisierung für nachhaltiges und ökologisch verantwortungsvolles Handeln
    • Stärkung der Medienkompetenz

    Wir versuchen, die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Technik zu erkennen und im Unterricht zu integrieren. Damit wird die neue Technik für die Schüler zum Alltag und sie verlieren die Hemmungen, sich auf Neues einzulassen.

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