Die digitale Klasse – Die Berufsschule I in Kempten als Vorreiter der Ausbildung 4.0

Die Welt wird zunehmend digitaler. Das verändert auch unsere Arbeitswelt. Arbeit 4.0 und damit die digitale Vernetzung definiert die Berufe und damit auch die Ausbildung neu. Der technische Fortschritt verändert die Anforderungen an alle Arbeitnehmer durch Digitalisierung, Automatisierung, neue Arbeitsprozesse – und macht dabei auch nicht vor Unternehmen und Schulen in der Region halt.

Die Berufsschule I in Kempten nimmt sich dieser Herausforderung schon heute an, bildet mit Unterstützung großer regionaler Betriebe junge Erwachsene in einer „Digitalen Klasse“ aus – und liegt damit voll im Trend.

Fakten zur Digitalen Klasse:

  • alle Schülerinnen und Schüler sind ausgestattet mit sog. Convertibles / Notebooks /Mobile Devices
  • Papierloses Arbeiten - Vernetzung aller Teilnehmer (Schüler, Lehrer)
  • Zugriff aller Geräte auf Internet
  • Apps, Lernsoftware
  • Ausrichtung des Unterrichts auf Digitalisierung

Die Schülerinnen und Schüler der Digitalen Klasse werden dabei an der BS I unter besonderen pädagogischen Gesichtspunkten, die sich auf das Lernen im digitalen Zeitalter konzentrieren, betreut. Maßgeblich unterstützt werden sie dabei von ihren ausbildenden Betrieben Liebherr Verzahntechnik, Voith Turbo, BHS, Albrecht Elektrotechnik und Swoboda, die nicht nur die modernsten Rahmenbedingungen vor Ort bieten, sondern ihre Auszubildenden auch mit den entsprechenden Laptops/ Mobile Devices/ mobilen Endgeräten ausgestattet haben.

Mit dieser technischen Ausstattung bieten sich Möglichkeiten für einen Unterricht, in dem nicht nur die Schulfächer vernetzt und die Inhalte mit eigens für die Digitale Klasse entwickelten Unterrichtskonzepten vermittelt werden, sondern auch über verschiedenste Softwarelösungen und Apps bestmögliche Lernerfolge für die Auszubildenden erzielt werden können. Auch für die technische Ausstattung vor Ort sorgt die BS 1 Kempten, indem sie ideale Bedingungen für ein optimales Lernumfeld beispielweise durch große WACOM-Displays als digitale Tafel bietet, auf welche sich die Schülerinnen und Schüler mittels Beamer und W-lan jederzeit zuschalten können.

Wie sieht aber digitaler Unterricht in der Praxis aus?

Unterricht ohne Papier Zunächst bedeutet Unterricht in der digitalen Klasse Unterricht ohne Papier. Sämtliche Inhalte, Arbeitsergebnisse oder Unterlagen werden von den Schülern und Lehrkräften auf ihren Laptops bearbeitet, verwaltet, organisiert und präsentiert. Als Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt bieten Apps Lösungen, Inhalte zu digitalisieren.

Vernetzung Die digitale Vernetzung aller Geräte und damit die direkte Vernetzung von Schülerinnen und Schülern untereinander und zwischen Schülern und Lehrern schafft völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit – im Hinblick auf die verschiedenen Unterrichtsfächer, aber auch über den Unterricht hinaus.

Apps, Anwendungen und neue Software Auf die jeweilige Unterrichtssituation und das entsprechende Lernziel angepasste Lösungen bieten SchülerInnen und LehrerInnen gleichermaßen neue Wege der Zusammenarbeit, Inhalte zu erarbeiten, zu präsentieren oder Wissen zu vermitteln.

Mediencurriculum Begleitend zur Anwendung der neuen Medien und im Umgang mit Software und den mobilen Endgeräten werden die Schüler in Medienunterricht gezielt im Umgang mit digitalen Herausforderungen begleitet und geschult. Ziel ist hierbei ein verantwortungsvoller, kritischer und bewusster Umgang mit digitalen Medien in der regelmäßigen und anwendungsbezogenen Nutzung.

Bereits in der Pilotphase der ersten „digitalen Klasse“ hat sich ein großer Lernerfolg bei den Schülerinnen und Schülern eingestellt, verbunden mit zunächst noch einigen Herausforderungen für alle Beteiligten.